Geschichte

Die Geschichte der Nationalparkbahn

Die Strecke, auf der die Nationalparkbahn unterwegs war/ist, besteht aus drei Teilen, die im Laufe des 19. Jahrhunderts entstanden: Rumburg (heute Rumburk) – Sebnitz, Bautzen – Bad Schandau und die Elbtalbahn Dresden – Bodenbach (heute: Teil von Děčín).

1845
Erster Spatenstich für den Bau der Strecke von Dresden nach Bodenbach entlang der Elbe

1851
Die Gesamtstrecke Bodenbach – Dresden wird erstmals befahren.

1871

Die Österreichische Regierung vergibt die Konzession zum Bau der Eisenbahnverbindung Rumburg – Schluckenau (heute: Rumburk – Šluknov).

1873
Die Staatsregierung Sachsen stimmt dem Bau der Bahnstrecke Dürrröhrsdorf – Sebnitz – Bad Schandau zu.

1874
Baubeginn für die Bahnstrecke von Bad Schandau in die Lausitz. Es entstehen 7 Tunnel, 2 Viadukte, die Elbbrücke in Bad Schandau sowie 32 weitere Brücken, Durchlässe, Dämme und Einschnitte. Unter den 2.000 Menschen, die täglich an der Strecke arbeiten, sind 250 italienische Brücken und Tunnelbauer.

1875

Auf böhmischer Seite fährt der erste Zug zwischen Rumburg und Schluckenau. In Sachsen fährt der erste Zug von Bad Schandau nach Neustadt.

1884

Die Strecke Rumburg – Schluckenau wird Richtung Sachsen verlängert: Die Züge fahren jetzt bis Nixdorf (heute: Mikulášovice dolní nádraží).

1899

Der Staatsvertrag zwischen Österreich-Ungarn und Sachsen zum Bau der Strecke Nixdorf – Sebnitz tritt in Kraft. Eine Inbetriebnahme der Strecke war dann innerhalb von zwei Jahren vorgesehen. Als Grenzbahnhof zwischen den Bahnverwaltungen wurde der Bahnhof Sebnitz bestimmt, als Sitz des Grenzzollamtes war Niedereinsiedel (heute: Dolní Poustevna) vorgesehen.

1904

Auf böhmischer Seite wird der Zugverkehr bis Niedereinsiedel aufgenommen.


1905

Erstmals fahren die Züge über die Grenze bis nach Sebnitz.

1945
Am 8. Mai um 14.30 Uhr verlässt der vorerst letzte Zug auf dieser Strecke den Bahnhof Rumburg in Richtung Sebnitz.

1948
Ein Güterwagen rollt unkontrolliert von Dolní Poustevna über die Grenze. Alle Versuche, ihn zu stoppen, scheitern. Er kommt schließlich in Goßdorf-Kohlmühle zum Halt und wird von einer tschechischen Lok  zurückgeholt. Danach unterbrach die Tschechoslowakische Eisenbahn die Strecke durch eine Gleislücke. Auf deutscher Seite blieb das Gleis fortan ungenutzt liegen.

1990
Auf einer Demonstration in Sebnitz fordern die Bürger die Wiedererrichtung der Gleisverbindung

2005
Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Oberelbe (Z-VOE) beschließt erste Mittel für Planungen bereit zu stellen und nimmt Gespräche mit den tschechischen Partnern auf.

2009
Mit finanzieller Unterstützung der EU saniert die Tschechische Verwaltung der Bahnverkehrswege (SŽDC) die Gleise zwischen Rumburk und Dolní Poustevna und verlängert die Strecke bis an die Grenze.

2012
Der Verwaltungsrat des VVO stimmt dem Bau des Lückenschlusses zu. Baubeginn für den „Lückenschluss“ in Sebnitz.

2014
Am 5. Juli wird der Zugverkehr zwischen Rumburk, Dolní Poustevna, Sebnitz, Bad Schandau und Děčín aufgenommen.